• RIAS Bundesverband

    Der Bundesverband RIAS sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Honorarkraft zur Unterstützung der historischen Recherche für die geplante Wanderausstellung:

    ‚Antisemitismus zwischen 1945 und heute: Jüdische Perspektiven auf Strafverfolgungsbehörden in Deutschland‘

    Die Honorarkraft hat die Aufgabe, für die geplanten Inhalte der Ausstellung wissenschaftlich fundiert zu recherchieren, insbesondere in Bezug auf historische Entwicklungen, Kontinuitäten sowie Zäsuren antisemitischer Gewalt und ihrer strafrechtlichen Verfolgung seit 1945. Zu den Aufgaben gehört die Recherche, Zusammenstellung und Kontextualisierung historischer Quellen und Fotos, Fallbeispiele, zeitgeschichtlicher Ereignisse sowie relevanter Forschungsliteratur. Ziel ist es, belastbare historische Grundlagen für die narrative und didaktische Gestaltung der Ausstellung bereitzustellen.

    Zum Projekt:
    Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus wurde mit dem Ziel gegründet mit Hilfe des des Meldeportals (www.report-antisemitism.de) eine einheitliche zivilgesellschaftliche Erfassung antisemitischer Vorfälle bundesweit zu dokumentieren. Auf dieser Grundlage hat der Bundesverband RIAS verschiedene Forschungsprojekte initiiert, die Erfahrungen von Jüdinnen_Juden mit den Strafverfolgungsbehörden untersuchen. Im Rahmen dieser Projekte wurden u.a. Befragungen von jüdischen Betroffenen ausgewertet: Diese berichten davon, dass negative Erfahrungen mit Polizei und Justiz sowie aktuelle und historische Ereignisse, die Zäsuren antisemitischer Gewalt darstellen, bis heute eklatante Auswirkungen auf Jüdinnen_Juden und ihr Vertrauensverhältnis in Polizei und Justiz haben. Die geplante Wanderausstellung richtet sich direkt an die Zielgruppen Polizei und Justiz sowie Verwaltung und interessierte Öffentlichkeit und sensibilisiert diese für Antisemitismus und die Perspektiven von Betroffenen. Die Ausstellung besitzt einen Umfang von 15 Ausstellungstafeln (Vorder- und Rückseite).


    Ihr Aufgabenbereich umfasst folgende Tätigkeiten:

    • Historische Recherche zu Antisemitismus in Deutschland seit 1945 mit besonderem Fokus auf Erfahrungen von Jüdinnen_Juden mit Strafverfolgungsbehörden
    • Recherche und Aufbereitung von historischen Quellen, Fotos und Fallbeispielen
    • Wissenschaftliche Kontextualisierung der recherchierten Inhalte
    • Erstellung verständlich aufbereiteter Recherchegrundlagen für Ausstellungstexte
    • Recherche von Bild- und Textrechten

    Ihr Profil:

    • Studium der Geschichte, Judaistik oder vergleichbare Qualifikation - mind. im fortgeschrittenen Semester
    • Arbeitserfahrung im Bereich historischer Recherche, zeitgeschichtlicher Forschungsprojekte oder Ausstellungsprojekte
    • Kenntnisse der Geschichte des Antisemitismus nach 1945 sowie idealerweise der Perspektiven jüdischer Betroffener
    • Erfahrung mit historischen Quellen, Archiven und wissenschaftlicher Literatur

    Vergütung:

    • Ein Honorar von 4.680€ für eine Tätigkeit von 260 Stunden (18 € pro Stunde)

    Die Tätigkeit beginnt am 15. Juni und sollte bis zum 30. September abgeschlossen sein. Bitte schicken Sie Ihr Angebot mit Motivation, Lebenslauf und einer Aufstellung Ihrer Arbeitserfahrung bis zum 01. Juni 2026 an education@rias-bund.de. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an education@rias-bund.de.


    veröffentlicht am 26. Mai 2026  |  Download PDF Version

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