In den Jahren 2022 und 2023 führte der Bundesverband RIAS Interviews mit Schoa-Überlebenden und ihren Nachfahren. Der Bundesverband RIAS hat aus dem Material Kurzfilme für die Vermittlungs- und Bildungsarbeit zu Antisemitismus erstellt.
Im ersten Interview-Projekt „Von der Vergangenheit lernen – in der Gegenwart handeln“ erzählen acht Schoa-Überlebende und deren Familienangehörige von ihren (Über-)Lebensgeschichten und ihren Perspektiven auf Antisemitismus im Wandel der Zeit. Thematisiert werden ebenfalls der Umgang mit Traumata und deren transgenerationale Weitergabe.
Im zweiten Interview-Projekt geht es um Kontinuitäten und Brüche des Antisemitismus. In vier Interviews erzählen Nachfahren von Schoa-Überlebenden von eigenen Erfahrungen. Darüber hinaus geht es um die Verschränkungen von Antisemitismus mit anderen Ideologien der Ungleichheit und um den eigenen Umgang mit transgenerationalen Traumata. Drei der vier Interviews wurden nach dem 7. Oktober 2023 geführt, jenem Tag, an dem Terroristen der Hamas und anderer islamistischer Terrororganisationen Massaker in Israel verübten und Geiseln in den Gazastreifen verschleppten. Diese Gespräche sind vom Eindruck der Ereignisse und dem darauf folgenden, sprunghaften Anstieg antisemitischer Vorfälle geprägt.
Von der Vergangenheit lernen – in der Gegenwart handeln
Interviews mit Schoa-Überlebenden und ihren Angehörigen
Kontinuitäten und Brüche
Interviews mit der 2. und 3. Generation von Schoa-Überlebenden